Bei den Stadtmeisterschaften sollen mehr aufschlagen.
Es ist ein schöner Wanderpokal, den Werner Jahr lachend in die Kamera hält.
Jahr ist in seiner Altersgruppe neuer Stadtmeister im Tennis, aber dafür bekommt er den Pokal nicht in erster Linie. Die Preisrichter und Vorstand gucken sich in jedem Jahr einen aus dem Pulk der „frisch gebackenen Stadtmeister“ aus, der sich durch sportliches Engagement besonders verdient gemacht hat – und das war bei dieser Meisterschaft Werner Jahr.
Organisiert hat die Stadtmeisterschaft der Tennis-club (TC) Blau-Weiß Stolberg. Mit 50 Teilnehmern war es die schwächste Beteiligung in der Geschichte der Stadtmeisterschaft, bilanzierte Helga Flink, Sportwartin des TC Blau-Weiß. „Wir müssen nach Lösungen suchen“, sagte Flink bei der Siegerehrung. Wenngleich die Beteilung eher mager war, so zeigen diejenigen, die mitmachten, hundertprozentigen Einsatz. Insbesondere der Nachwuchs war mit vollem Elan dabei. „Den Kindern zuzusehen, war die reinste Freude“, erzählte Flink. Vier Wochen lang wurde hart gekämpft und sich mit der kleinen Filzkugel quer über den Tennisplatz „gejagt“. Im Einzel der Her-ren-A wurde Patrick Glowaki Stadt-meister. Er setzte sich mit 7:6 und 6:4 gegen Patrick Glowaki durch. Im Herren-Einzel 40 war es Werner Jahr, der mit 6:1, 6:1 Sascha Messmer (ESG-Tennis) besiegte. Messmer war einer der wenigen Teilnehmer, die nicht aus den Reihen von Blau-Weiß kommen.Im Herren-Einzel 50 trug Udo Chantre den Sieg davon. So recht freuen mag er sich aber nicht. Sein Konkurrent war der Vorsitzende Raymond De Waele, der verletzungsbedingt vorzeitig aus der Meisterschaft ausstieg. Mangels Konkurrenz wurde Chantre automatisch zum Sieger in seiner Altersklasse erklärt.
Bürgermeister will Pokal stiften
Im Doppel waren bei den Herren 40 Jochen Nagelschmidt und Holger Thiel erfolgreich. Sie spielten gegen Günter Frantzen und Lutz Weinberg vom Stolberger SV Tennis (6:0, 6:4).
Im Mixed 40 behaupteten sich Birgit Kogel-Petrillo und Udo Chantre, die mit 6:1 und 6:3 Gabi Lübke/Adalbert Kellner ausstachen. Bei den Damen war die Stadtmeisterschaft marginal besetzt. In der Altersgruppe ab 40 Jahre standen sich Elke Kleinjohann und Lydia Flink gegenüber (6:1, 6:1). Damit ist Kleinjohann Stadtmeisterin ihrer Altersklasse. Nachdem Sportwartin Helga Flink gemeinsam mit Hans-Josef Kaulen von der VR Bank Urkunden und Preise an die erwachsenen Spieler überreicht hatte, rückte der Nachwuchs in den Mittelpunkt.
Die jungen Tennisspieler zu ehren, übernahm Karin Wirtz, Jugendwartin des Tennisclubs. Tim Siegers hatte beim Maxi-Tennis bis zwölf Jahre die Nase vorn. Sein Kontrahent war Paul Nagelschmidt, der wenn er auch nicht den Stadtmeister-Titel gewann, eine gute Leistung zeigte.
Bürgermeister Ferdi Gatzweiler versprach, im nächsten Jahr einen Maxi-Wanderpokal zu stiften, um den Kindern einen weiteren Anreiz zum mitmachen zu geben. Mario Ostlender siegt Wer in der Sparte der „Knaben“ mitspielt, darf nicht älter als 14 Jahre alt sein.
Jakob Nagelschmidt ist der neue Stadtmeister in dieser Altersgruppe und lieferte sich spannende Spiele mit Nils Pauly. Stadtmeister der Junioren bis 18 Jahre ist Mario Ostlender, der mit Nico Kleinbrahm (SSV-Tennis) einen sehr ernst zu nehmenden Gegner hatte (6.3, 6:0).